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We Like That in Südafrika: Township, Tafelberg, South African Brewery

von Flo am 13.12.2013   |   Sonstiges

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Im ersten Teil unseres Südafrika-Berichts habe ich euch ja bereits von den ersten beiden Tagen in Kapstadt berichtet und nun möchte ich die Gelegenheit nutzen um auch die weiteren Tage noch einmal Revue passieren zu lassen.

Nach unserem schönen Essen am Mittwoch bei Ronald und Kim ging es am Donnerstag früh direkt weiter auf eine Township-Tour. Ich habe im Vorfeld viel beängstigendes von diesen Townships gehört und hatte die ganzen Tage auch irgendwie ein beklemmendes Gefühl was diese Tour angeht. Ich war ständig damit beschäftigt mir einzureden, dass es irgendwie nicht richtig sei da jetzt durch diese armen Gegenden zu spazieren und sich anzusehen wie diese Leute dort leben, andererseits ist das eben auch ein großer Teil von Südafrika und man sollte sich ein Bild davon machen wenn man schon die Möglichkeit dazu hat.

Wir wurden vor unserem Hotel von unseren beiden Guides Bevin und Skeezo abgeholt und fuhren mit ihnen in Richtung Township „Khayelitsha“. Skeezo ist ein Local, in Khayelitsha aufgewachsen, kennt sich deshalb bestens dort aus und ist auch bei den Bewohnern bekannt wie ein bunter Hund.

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Unsere erste Station war die „Velokhaya Life Cycling Academy“, welche 2003 gegründet wurde um den dort lebenden Kids eine Möglichkeit zu geben was mit ihrer Zeit anzufangen. Man kann es zwar nicht wirklich vergleichen, aber im Endeffekt muss man sich das Ganze ein wenig wie ein Jugendzentrum hier zu Lande vorstellen. In gesponserten Containern wurde eine Bibliothek, ein Raum mit Sofas und eine kleine Umkleidekabine eingerichtet um den Jugendlichen somit die Möglichkeit zu geben sich Nachmittags dort aufzuhalten, das BMX fahren zu lernen oder einfach nur etwas vernünftiges zu Essen zu bekommen. Neben den Containern ist eine BMX-Strecke zu finden, da sich die „Velokhaya Life Cycling Academy“, wie der Name ja schon sagt, hauptsächlich auf das Fahrradfahren als Aktivität spezialisiert hat. Viele der Kids die ins Velokhaya kommen sind noch nie Fahrrad gefahren und haben dort dann aber die Möglichkeit das zu lernen. Über die letzten 10 Jahre haben sich da einige Talente rauskristalliert, die teilweise auch schon internationale Erfolge bei großen Wettbewerben erzielt haben.

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Während uns Skeezo die ganze Geschichte der Akademie erklärte hat Bevin bereits die Mountainbikes für uns fertig gemacht, mit welchen wir dann ein paar Stündchen durch Khayelitsha gefahren sind. Während unseres ca. 15-minütigen Aufenthalts bei einem traditionellen Wunderheiler hat sich draußen schon eine kleine Traube von Kids gebildet, die völlig verrückt nach Willys Tattoos waren. Skeezo hat uns später dann erklärt, dass das für die Jungs natürlich eine willkommene Abwechslung zu dem ganzen Alltag ist wenn da plötzlich ein komplett „bemalter“ Weißer reinspaziert und das haben wir auch richtig gespürt. Ich habe selten so viel Herzlichkeit und so wenig Berührungsängste bei irgendwelchen Menschen gesehen … die Kids haben gestrahlt, uns ihr Beatbox-Können gezeigt und wollten uns schon gar nicht mehr gehen lassen.

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Nach dem wir dann noch ein bisschen mit dem Fahrrad durch das Township gefahren sind endete unser kleiner Ausflug auch schon relativ bald mit ein paar Snacks auf einem „Food-Market“. Hier stehen viele Leute rum die diverse Dinge (hauptsächlich Fleisch) anbraten und verkaufen. Laut Skeezo treffen sich hier viele Leute nach der Arbeit um den Feierabend einzuläuten oder das Wochenende zu genießen.

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Im Anschluss an die Township-Tour ging es für uns weiter auf den Tafelberg und anfangs ahnten wir noch nicht so richtig was da auf uns warten würde. In unserem Programm, welches wir von dein-suedafrika.de bekommen hatten, stand zwar was von einer Abseil-Tour geschrieben, dass das aber wirklich so senkrecht mit Seil am Berg entlang ablaufen würde merkten wir dann erst als wir das mit unseren eigenen Augen sahen. Da Willy und ich beide so ein bisschen mit der Höhe zu kämpfen haben überlegten wir erst ob wir das wirklich machen wollen, entschieden uns letztendlich aber dafür und ich bin froh dass wir das auch getan haben. Ich war schon lange nicht mehr so Adrenalin gefüllt und zitterte bestimmt noch eine halbe Stunde danach am ganzen Körper.

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Nach unserer ca. 40-minütigen Wanderung vom Abseilpunkt zurück auf die Spitze des Tafelbergs machten wir uns recht bald wieder mit der Gondel auf den Weg nach unten um den Tag somit abzuschließen. Man mag sich das immer gar nicht so vorstellen, aber so ein paar Stunden Township-Tour in Kombination mit so einer Nervenkitzel Aktion können den Körper ganz schön müde machen, so dass wir uns beide auch recht schnell auf unsere Zimmer verzogen und den Schlaf suchten.

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An unserem letzten Tag in Kapstadt hatten wir nichts wirklich festes mehr auf dem Programm und konnten deshalb mit unserem Guide Jan ein wenig spontan entscheiden was wir gerne machen würden. Da ich ja bekannterweise ein riesengroßer Bier-Fan bin und Willy auch ganz gern mal das ein oder andere trinkt entschlossen wir kurzerhand die South African Brewery zu besuchen und eine kleine Bierverkostung mitzumachen. Der SAB gehören ziemlich viele Brauereien und Biermarken, unter anderem Pilsner Urquell, was sie zur zweitgrößten Brauerei Weltweit macht. Die Biere die wir verkostet haben waren durch die Bank eigentlich ganz gut, was wirklich spezielles war aber nicht dabei. Trotzdem war das, zusammen mit unserem darauffolgenden Besuch bei „Mama Africa“ am Abend, ein gelungener Abschluss unseres Kapstadt Trips bevor es am nächsten Tag dann in Richtung Pilanesberg Nationalpark ging.

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Was wir während unserer Safari gemeinsam mit MiaBjörnAnne und Kathrin erlebt haben gibts dann im Januar zu lesen. Außerdem folgt dann noch ein kleines Video zu diesem ganzen Trip ;)

Diese Reise wurde von dein-suedafrika.deflysaa.com und zalando.de möglich gemacht. Vielen Dank hierfür!

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