Twitter Facebook

We Like That auf der ARt on Snow

von Alex am 08.02.2012   |   Kunst & Design

Der aufmerksame Leser hat es ja schon in diesem Beitrag mitbekommen, das wir uns am Freitag auf den Weg ins Gasteinertal zur ARt on Snow, einer Kunstausstellung im Schnee bzw. einem Wintersportgebiet gemacht haben. Nochmals zur Erklärung, die ARt on Snow ist das größte Kunstfestival der Alpen mit Bezug zum Wintersport und vereint Boardsportsart und zeitgenössische Kunst miteinander.

Nachdem das Kunstfestival die letzten Jahre andernorts stattgefunden hat, kann man sagen, dass die Premiere im Gasteinertal definitiv gelungen ist. Los ging es nach einer recht ereignislosen Anreise, mit einer entspannten Vernissage, die in einem stilvollen Jazzclub am Freitagabend stattfand. Dort wurde dann nach dem Begrüßen von den ein oder anderen bekannten Gesichtern und ein paar Bierchen relativ schnell klar, dass es ein recht vollgepacktes und interessantes Wochenende werden würde. Wir waren ja schließlich nicht (nur) zum Vergnügen hier. Bei sehr zapfigen Temperaturen ging es am nächsten Morgen von der Talstation der Schlossalm in Bad Hofgastein mit der Gondel zum Gipfel, auf dem das Team Schneebild mit dem fertigen ihrer Schneeskulptur beschäftig war. Leider waren die Bedingungen wettertechnisch nicht so optimal um gutes Filmmaterial zu sammeln.

Danach ging es talwärts zur nächsten Ausstellungslocation, der alten Tennishalle in Bad Hofgastein in der es Zeitgenössiche Kunst zu sehen gab. Highlights für uns waren unter anderem die Arbeiten vom Schweizer Grafiker NIGS534, den Jungs von 110SPECIALBLACK aus München, Zozoville aus Berlin, WALDUNDSCHWERT und BeastieStylez. Die Besucher konnten sich neben den vielen verschiedenen Kunstwerken auch mit den Künstlern selbst unterhalten, denn diese waren während der Öffnungszeiten vor Ort. Was das ganze nochmal zu etwas Besonderem macht. Die zweite große Ausstellung war im Grand Hotel Europe (Wiener Saal) in Bad Gastein zu finden, bei der es sich hauptsächlich um die Thematik Ski und Snowboard drehte. Hier gab es in prunkvollem Ambiente Artworks von Snowboarder Danny Larsen, Sophia Metzler und den LOSLOHBROS zu sehen. Neben den ganzen Artworks sind vorallem die fotografischen Arbeiten des Franzosen Jerome Tanon, Alex Papis, Björn Hartweger und Anton Brey zu nennen.

Doch nicht nur die hochklassigen Werke, sondern auch die diversen Side-Events machten die ARt on Snow zu einer nicht alltäglichen Kunstveranstaltung. Am Samstagabend fand zur Eröffnung noch der Rapid Flows Marker Battle im Silver Bullet in Bad Gastein statt, bei dem sich 12 Künstler, nur mit drei verschieden-farbigen Markern battelten, um die Jury innerhalb eines Zeitlimits für ihr Werk zu begeistern. In einem sehr spannenden Finale ging Heiko von 110SPECIALBLACK, der gegen NIGS534 antrat, als Sieger hervor und sahnte 500Tacken Preisgeld ab. Die Burger in dem Laden sind übrigens auch nicht zu verachten, falls ihr mal da hinkommt. Nach dem Finale wurde bei einigen (sehr teuren) Bieren noch der Start des Kunstfestivals selbst gebührend gefeiert.

Sonntagmorgen ging es dann weiter an der Talstation der Fulseck-Bahn in Dorfgastein, bei der zu einer Gondelrundfahrt geladen wurde, bei der drei der Marker-Künstler vom Vorabend die Scheiben von drei Bergbahngondeln bemalen durften. Was sich als ziemlich eisige und frostige Angelegenheit entwickelte, dazu aber mehr im Video. Am Gipfelplateau des Fulseck gab es außerdem noch bei strahlendem Sonnenschein eine ziemlich abgefahrene Eisskulptur von Alex Neumayer und einen grandiosen Ausblick zu sehen. Weitere Schnee- und Eisskulpturen sind außerdem an den Stationen von Goldbergbahn und Schlossalmbahn zu bewundern, was bei den derzeitigen Temperaturen auch noch für einige Zeit so bleiben wird.

Nachdem wir uns bei einem Mittagessen zusammen mit der netten Kollegin vom Modart Magazin und Tough Artivists wieder etwas aufgewärmt hatten, ging es noch in den Festsaal in Dorfgastein, der dritten Ausstellungs-Location der ARt on Snow. Die Ausstellung im Festsaal war dem Sport im Wandel der Zeit gewidmet. Zu sehen gab es dort eine Rückschau der seit zehn Jahren stattgefunden Snowboard Jam Sessions vom lokalen Verein Imperium Gastunum. Außerdem zeigte dort Peter Radacher einen Teil der Exponate aus seinem Snowboardmuseum und es gab einen nostalgischen Rückblick auf das Gasteiner Skigebiet im Wandel der Zeit.

Danach hieß es für uns rein in die Karre und ab nachhause. Unsere Eindrücke in Bewegtbildern vom ersten ARt on Snow Wochenende gibt es dann nächste Woche in einem extra Beitrag. Wer noch mehr Infos haben will, schaut am besten mal bei Tough Artivists vorbei, die haben nämlich ein kleines Diary zur Veranstaltung online gestellt. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle auch nochmal an die Veranstalter von style and sport, Agnes Reinthaler von der GTG für die tolle Betreuung und ein Extra-Merci an Stefan Eigner für die Fotos. Es war sehr kalt, aber dafür auch alles sehr großartig.

1 Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *