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Tristan Shone’s Midi Maschine und ein paar Gedanken und so…

von Messel am 30.08.2011   |   Musik & Film

Midi Controller sind ja immer so eine Sache. Hat man es nach einem Tag voller Arbeit geschafft (trotz gegenteiliger Behauptungen der Hersteller solcher Geräte), sich ein einigermaßen brauchbares Mapping auf seinen Wunschcontroller zu programmieren, ist man einerseits froh endlich keine Automationen mehr per Maus in seine DAW reinzuzeichnen, andererseits sieht man immer noch so aus, als wäre man ein Knob-, Pad- und Fader Autist, für den jegliche Interaktion mit dem Publikum ein unüberwindbares Hindernis darstellt.

Das ist in der Tat ein bisschen blöd. Deshalb gibt es neben den etablierten Herstellern mittlerweile auch unzählige Leute die in aufwendiger Heimarbeit ihre eigenen Controller zusammenbasteln, die etwas mehr Action versprechen.

So auch Tristan Shone. Er hat wahrscheinlich eine Abneigung gegen körperliche Nichtbetätigung, deshalb baut er Midi-Eingabegeräte bei denen er sich etwas mehr ins Zeug legen muss. Unten mal ein Video zu seiner neuesten Maschine. Wie Shone’s Instrumente funktionieren könnt ihr übrigens hier nachlesen. Der Controller schaut echt interessant aus, nur versteh ich nicht warum die Typen die solche Geräte zusammenschustern immer so einen Schrott-Sound machen, den sich kein Mensch anhören kann. Wahrscheinlich weil vor lauter Beschäftigung mit der Produktion eines Gerätes keine Ressourcen mehr vorhanden sind, sich in künstlerischer Hinsicht mit seiner Kreation auseinander zu setzen.

Shone tritt als Ein-Mann-Band auf, nennt sich „Author & Punisher“ und macht laut eigener Aussage Industrial Doom und Drone Metal. Ich kenn mich in dem Genre nicht so gut aus, hab mir aber gerade den grundsätzlichen Sinn und die Ästhetik von Drone Sound erklären lassen. Danke an Jaromir für die Ausführungen dazu. Trotzdem gefällt es mir nicht.

Egal – was ich eigentlich sagen wollte – vielleicht sollte man sich wieder auf das Prinzip der Arbeitsteilung besinnen und sich in einer Produktionskette nur den Teil aussuchen, den man auch wirklich beherrscht. Dann kommt auch nicht so oft so ein Mist dabei raus.

Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden, deshalb hat wahrscheinlich auch Drone Metal, aufgeführt auf komischen Instrumenten seine Berechtigung. Mich würde einfach nur interessieren wie sich live aufgeführte Musik anhören würde, wenn nicht der „Erzeuger“ selbst, sondern eine unabhängige Person sich an solch einer Apparatur versuchen würde.

2 Kommentare

Tom am 31.08.2011 um 03:30 Uhr

he he.. ich muss so schmunzeln.
gut gedacht…. glaub garnicht so verkehrt. metz

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