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We Like That in Paris

von Flo am 04.03.2013   |   Sonstiges

Anfang Februar sind wir einer Einladung von Gillette gefolgt und haben unseren Gastautoren Flo (ja, da gibt es noch mehr von der Sorte) nach Paris geschickt um ihn alles über das Küssen herausfinden zu lassen. Wie er die 2 Tage in der Stadt der Liebe erlebt hat, lest hier in seinem Bericht:

Bärte soll Frau küssen, denn zum Küssen sind sie da.

Oder etwa doch nicht?! Dieser Frage bin ich vor 4 Wochen zusammen mit einem bunt gemischten Haufen von Experten, die es wissen müssen, und Leuten, die sich darüber wohl noch nie den Kopf zerbrochen haben, intensiver auf den Grund gegangen. Ja was findet die Frauenwelt da draußen jetzt nun wirklich besser? Glattrasiert? 3-Tage-Stoppelbart? Mundgardine oder etwa doch eine gepflegte Gesichtshecke? Was sieht vielleicht nur optisch gut aus, sahnt aber womöglich die wenigsten weiblichen Lippenbekenntnisse ab und warum? Und lassen sich diese Fragen überhaupt pauschal beantworten?
An welchem Ort dieses Planeten liese sich darüber besser philosophieren, als im Mekka der Kunst, dem Ursprung der Haute Couture und der Stadt der Lichter, die durch cleveres Stadtmarketing zu beginn des 20. Jahrhunderts zur Stadt der Liebe, als die wir sie heute kennen, in unsere Köpfe implementiert wurde?
Richtig. Geküsst wird in Paris. Liebe gemacht und gelebt auch, wie in keiner zweiten Stadt. Und da es von romantischen Orten und Sehenswürdigkeiten nur so wimmelt, wie von frischen Schwammerln auf einem warmen Waldboden nach 3 Tagen Herbstregen, bietet Paris für unsere 2-Tages-Kuss-vs.-Rasur-Exkursion die perfekten Rahmenbedingungen.

Nun wie sieht er denn eigentlich aus, der perfekte Kuss? Gibt es ein Patentrezept für uns Männer? Fragen über Fragen, die selbst Frau Dr. Ingelore Ebberfeld, Deutschlands wohl führende Sexualwissenschaftlerin, nicht pauschal beantworten kann oder möchte. Durch die Aussage: „… dass selbst wenn es so wäre, keine Frau der Welt bei einer Befragung ehrlich zugeben würde, dass sie es anziehend fände, wenn ihr Gegenüber ihr möglichst viel seines oralen Speichelsekrets zum Abtransport anbieten würde“, wird mir schnell klar, die Wissenschaft liefert zu diesem Thema eher abtörnende Formulierungen mit welchen sich wohl kaum eine Frau aphrodisierend beeindrucken lässt .
Prinzipien wie nicht zu forsch, nicht zu nass, leicht zurückhaltend, gleichzeitig sensibel, gefühlvoll und dabei auf sein ggü. eingehend befolgt wohl jeder Mann, von dem die Frauenwelt behauptet er sei ein guter Küsser. Wenn sich in der Kussdidaktik also noch nicht die Spreu vom Weizen trennt, dann muss es doch noch andere Mittel und Wege geben, wie sich ein excellenter von einem guten Durchschnittskussanova abheben könnte.

Da wäre ja noch die Eingangs gestellte Frage der kusskompatiblen Gesichtsbehaarung, die in diesem Zusammenhang mit Sicherheit auch nicht außer Betracht gelassen werden darf. Klar blättert Frau durch die Modemagazine dieser Welt, dann trägt dort mit Sicherheit weit mehr als jeder zweite der männlichen Mannequins eine Variante, der oben aufgeführten Bartversionen. Das finden wohl die meisten Frauen auch extremst attraktiv, ur reizvoll und derbst sexy, weshalb die optische Kussanziehungskraft barttragender Männer tatsächlich den Unterschied machen könnte. “Denkste”, entgegnet Prof. Dr. Wolff, Oberarzt für Dermatologie an der Uniklinik in München und der muss es ja wissen. Zwar ziehen diese visuellen Reize das Durchschnitts-Doppel-X-Chromosom tatsächlich häufiger und irgendwie auch magisch an. Kommt es dann aber endlich zum eigentlichen Akt des Kusses, muss Bartmann sich ganz schnell mit Vergleichen wie Reibeeisen, grobkörniges Schmirgelpapier oder Käseraspel für die zarte weibliche Haut auseinandersetzen. Bartfans, wie ich, werden dadurch ganz schnell auf den Boden der Tatsache zurück gebracht und das leider auch noch dermatologisch belegbar nach Dr. Wolff. Sagt er das nur, weil er, wie wir, von Gillette zu dieser pompösen, sensationellen und ultraexclusiven Yachtfahrt mit 5Gänge-Gourmet-Dinner, Kerzenschein, Weinbegleitung und Eifelturm bei Nacht, bei der übrigens nahezu jede Frau (unabhängig von der Gesichtsfrise ihres Gegenübers) schwach werden würde, eingeladen wurde? Wahrscheinlich nicht, denn welcher Bartmann kennt nicht die berühmten Worte, wie “Du stachelst, Du pickst oder rasier Dich mal wieder”.
Das positive Fazit, welches ich dieser verzwickten Zwickmühle dann doch noch abgewinnen kann: Wie man es macht is es eigentlich verkehrt bzw. umso richtiger. Kein Bart führt kussökonomisch zu weniger Sexappeal, was wiederum weniger Kussangebot bedeutet. Der falsche Bart birgt ein hohes Verletzungsrisiko bei Schmuseexzessen, was zum selben Ergebnis wie oben führt. Die Suche nach dem richtigen Bart, ist ein Ritt auf des Messers Schneide und die Dinger von Gillette schneiden bekanntlich extrem gut. Wahrscheinlich bringen es die nächsten beiden Bilder besser auf den Punkt:

Sie haben auf jeden Fall verstanden, dass es in der Liebe …

… und im Leben wichtigeres gibt, als die Frage nach Bart oder nicht Bart!

Merci „verliebte, sich küssende Paare“, die meine eingerosteten Französischkenntnisse wieder etwas aufpoliert haben (baiser = Geschlechtsverkehr haben ? biser = küssen ), merci „andere Blogger“ für bestes Sightseeing, chillen in der Buddha-Bar und 1,2 Kilogramm Jacket shoppen im Second-Hand-Laden & merci beaucoup Gillette für ALLES.

2 Kommentare

leela cat am 04.03.2013 um 14:31 Uhr

Wundervoll geschrieben.

leela cat am 04.03.2013 um 14:32 Uhr

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