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Einfach mal 800 Quadratmeter illegal bemalen …

von Flo am 18.04.2012   |   Kunst & Design

Das klingt alles so unglaublich, ist aber tatsächlich so passiert. Vor 2 Jahren war das Ring-Messehaus in Leipzig mit einem Gerüst versehen und mit einer Plane verdeckt und diese Möglichkeit haben die Mitglieder der „RCS“-Crew genutzt um die komplette Fassade in Chromefarbe zu hüllen. Das Gebäude war die letzten 2 Jahre noch komplett verhüllt und das Bild somit nicht für die Öffentlichkeit sichtbar bis jetzt die weitere Genehmigung für das Stellen des Baugerüsts aufgehoben wurde und die Stadt „gezwungen“ war die Fassade wieder für die Öffentlichkeit preiszugeben.

Ich selbst bin beeindruckt von den riesen Ausmaßen des ganzen Teils, befinde mich aber irgendwie im Zwiespalt ob ich das jetzt gut finden soll oder eher weniger. Wer sich hier mal ein bisschen umschaut weiß, dass ich die Mitgestaltung im öffentlichen Raum für notwendig halte und auch simplen Throw-Ups, Tags und vor allem auch solchen Riesendingern eine Notwendigkeit und Daseinsberechtigung einräume. Auf der anderen Seite finde ich aber auch, dass schöne historische Gebäude zur Aufwertung des Stadtbilds beitragen und manche Ecken deshalb einfach unbemalt bleiben sollten …

Wie auch immer, ihr könnt euch da am besten selbst eine Meinung bilden und vielleicht kann ja auch der ein oder andere Leipziger, der mehr über die Geschichte des Ring-Messehauses weiß, hier seinen Senf abgeben. Eine dicke Aktion bleibt es auf jeden Fall und so ungern ich auf die Bild-Zeitung verlinke, hier gibts einen Artikel dazu. Das Bild habe ich übrigens von heldenstadt.de gemopst, ich hoffe das geht in Ordnung. (via)

12 Kommentare

Chris am 18.04.2012 um 11:49 Uhr

Super! Das Gebäude sieht doch aus wie Stasi, auch ohne das (atomare) Bombing.

mandarine_one am 18.04.2012 um 11:57 Uhr

Die Aktion an sich ist ziemlich geil. Aber das Ergebniss sieht halt irgendwie furchtbar aus. Ich steh ja auch auf Throw-Ups und Tags. Aber hier hätte man sich ruhig was cooleres überlegen können.

Brenna Urban am 18.04.2012 um 12:04 Uhr

auf jeden fall fett das teil – historische fassade hin oder her.
wenn das haus 2 jahre eingerüstet war und nun (aus kostengründen?) ohne restaurierung wieder ausgepakt wird dann ist eh keiner an dem haus interessiert. und wer weiss, vllt gibts jetz mit der ganzen publicity auch wieder neue investoren…vllt ne firma die RCS im namen trägt (davon gibt es nicht wenige) ;-)

Christian am 19.04.2012 um 09:33 Uhr

Wie passend, dass ich am Wochenende in Leipzig bin – da werd ich mir das doch direkt mal live ansehen. ;)

PanoramaStreetline am 19.04.2012 um 12:33 Uhr

Naja, mit Stasi oder so hat das nix zu tun. Das Gebäude ist aus den 20ern und das größte der alten Leipziger Zentrums-Messehäuser. (bis zu 20.000 qm Nutzfläche – siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Ring-Messehaus_%28Leipzig%29). Das Problem mit der Restaurierung ist wohl eher, was man aus so einem riesigen Haus wirtschaftlich machen will…

Bail Organa am 20.04.2012 um 13:29 Uhr

In Anbetracht dessen dass das Haus seit ca. 6-10 Jahren nur noch aus seiner Fassade besteht und von der Rückseite großteils nur noch von Stahlträgern gestützt wird, ist der kulturelle Verlust eher gering. In Sachen Style ist man von SNOW und der RCS-Crew auch „bessere“ Sachen gewöhnt auch wenn es sich bei Ihnen meistens um Bombing dreht. Allerdings geht es bei dieser Action nicht um nen Schönheitspreis sondern um den puren Schwanzvergleich – höher, schneller, weiter. Trotzdem eine abgefahrene Aktion vor Allem weil dieser Spot wahrscheinlich der am zweithäufigste frequentierte Platz in Leipzig ist, irre! Damit lachen sie natürlich den Ordnungshütern und diversen Anti-Graffiti-Aktionen eiskalt hinterm Rücken ins Gesicht. Ergo, eine lustige Aktion.

Kati am 24.05.2012 um 13:56 Uhr

Waren bestimmt krass viele Spraydosen :)

orgi:-) am 20.09.2012 um 18:12 Uhr

Naja ich sag nur ORG!!!!!

PanoramaStreetline am 05.10.2012 um 09:25 Uhr

@Bail Organa: Du irrst fundamental. Noch vor zwei Jahren war das gesamte Dachgeschoss (!) mit geschwungenem Grundriss und riesigen Fensterfronten für einen Teil der F/STOP Ausstellungen genutzt worden. Zwar mag das Gebäude sanierungsbedürftig sein, aber die Substanz ist da. Nur ist es eben RIESIG!

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