31. Internationales Festival der Filmhochschulen

Letzte Woche fand in München zum 31. Mal das “Internationale Festival der Filmhochschulen” statt und wir wollten eigentlich etwas darüber schreiben, aber (wie so oft) kamen dann wieder lauter andere Sachen dazwischen. Deswegen gibt es hier und heute einen Gastbeitrag von unserer Filmexpertin Teresa Hörl, die sich fast jeden Film der auf dem Festival lief reingezogen hat.Viel Spaß euch.

54 angehende Filmemacher aus 26 Ländern waren im beschaulichen Bayern zu Gast. Im Gepäck, handlich klein, zwischen 5 und 35 Minuten lang: 50 Kurzfilme.

7 Tage lang flimmerten diverse Erstlingswerke, Schauspielübungen, Diplom- und andere Abschlussarbeiten über die Leinwand des Filmmuseums. Kurze Geschichten, kleine Budgets, aber großes Kino. Man merkt den Filmen an, dass für ihre Produktion nicht in erster Linie mit Geld, sondern vor allem mit Schweiß, Tränen und Liebe bezahlt wurde. Spätestens, wenn die Macher, junge Regisseure, Produzenten und Kameramänner, nach den Screenings zum Q&A vor die Leinwand schlichen war klar, hier geht es nicht nur ums Handwerk. Da standen Leute hinter der Linse, die für ihre Projekte und Geschichten brennen. Neben der guten alten Unterhaltung, bekam  man also auch eine dicke Portion Ehrlichkeit direkt an den Kinosessel geliefert.

Natürlich setzt sich der Besucher eines “Festivals der Filmhochschulen” aber auch der Gefahr aus, in so manchem Fall per überambitionierter Handkamera, oder endlosen Erklärungen über exzellent recherchierte politische Hintergründe gequält zu werden. Schließlich hat er es ja mit Filmemachern zu tun, die in der Not sind, zeigen zu wollen, was sie können. Nicht jeder Streifen, der zum Festival im Filmmuseum lief, hat es geschafft das Publikum mit weit aufgerissenen Augen und offenen Mündern an die Leinwand zu fesseln.

Trotzdem aber war auch in jedem Screening die Chance da eine echte, fette, glänzende Perle zu finden. Filme, die anders erzählen, weiter gehen, sich etwas trauen und dann eben doch rankommen an die Eingeweide, Schmerzen machen oder Schmetterlinge im Bauch.

Der Film “Without Snow” von Magnus von Horn tropft ziemlich kalt in den Hemdkragen. Zwei Jungen werden vor einem Bauernhaus niedergeschossen, ein dritter flieht auf seinem Motocross-Bike. “Without Snow” erzählt von den weiten Kreisen, die die Hilflosigkeit zieht bis sie zur Gewalt wird.

Aber es wurden auch Tränen gelacht. Wenn in “Stevan M. Zivkovic” Herr Stevan M. Zivkovic versucht seiner Ehefrau, seinen Nachbarn und den Behörden zu vermitteln, dass er am Leben ist. Das Fernsehen hat ihn für tot erklärt und was im Fernsehen gezeigt wird, das muss doch stimmen, oder?

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517 Füwatown” macht abwechselnd seufzen und lachen. Der Dokumentarfilm erzählt von Romano. Romano will rappen, aber seine schwangere Freundin sieht das gar nicht gerne. “Entweder deine Scheißmusik-oder ich!”

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Es lohnt sich nach diesen Filmen Ausschau zu halten. Im Netz oder auf der Leinwand! Das “Internationale Festival der Filmhochschulen” gibt es auf jeden Fall im nächsten Jahr wieder im Münchner Filmmuseum zu sehen. Unbedingt hingehen

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