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Petition zur Reformierung der GEMA

von Alex am 18.06.2009   |   Sonstiges

Nachdem jetzt laut Netzpolitik dann gleich die Zensursula-Debatte im Bundestag startet (hier gehts zum Livestream), hat Benedikt einen Aufruf zur Petitionsunterzeichnung zur Reformierung der GEMA gepostet…

Im Online-Petitionssystem des Bundestages wird die Forderung gestellt, das Handeln der GEMA zu überprüfen und eine umfassende Reformierung der GEMA vorzunehmen. Dass die GEMA prinzipiell eine sinvolle Enrichtung ist, wird dabei nicht in Frage gestellt, jedoch die Abrechnungs- und Verteilungsmethoden, welche sehr zum Nachteil von “kleinen” Künstlern und Veranstaltern sind.

Und dem kann ich so eigtl. zustimmen. Denn da sprech ich aus eigener Erfahrung als „Kleinveranstalter“ von Konzerten. Und wie wir ja aus der Zensursula Debatte wissen, reichen 50.000 Mitzeichnungen aus damit sich eine Ausschussitzung mit dem Thema befassen muss. Zeit wirds…

Hier gehts zur Petition zur Reformierung der GEMA.

(via Alles Ist Pop)

3 Kommentare

Messel am 19.06.2009 um 13:20 Uhr

he,
hab ich dem flo auch schon geschickt:

„Während nach Angaben der Verbände die Autorenvergütung bei einem beispielhaften Rockkonzert mit 1.200 Besuchern und einem Eintrittspreis von 23 Euro bei rund 600 Euro liege, wolle die Gema die Vergütung bis 2014 auf 2.580 Euro erhöhen. Bei einem Konzert mit 5.000 Besuchern und einem Durchschnittspreis von 45 Euro sollen es künftig 18.000 Euro statt wie bisher 3.370 Euro sein.“
(spiegel.de artikel)

ist eine sinnvolle anpassung an die aktuelle marktentwicklung.
schließlich vertritt die gema ja die rechte der autoren und urheber und nicht die der veranstalter.
Außerdem gibt es keine gema-beitrittspflicht. Wer damit nicht einverstanden ist sollte sich dann eben nicht von der gema vertreten lassen.

Zudem ist die petition auch schlecht formuliert:

„denn geistiges Gut ist schützenswert und die Künstler, sprich die GEMA-Mitglieder und Mitglieder anderer Verwertungsgesellschaften sollen zu ihrem Recht kommen.“

– die gema ist KEIN Urheber-rechtsschutz. gema mitglied zu sein schützt die angemeldeten werke nicht vor plagiaten.

„Zur Gebührenberechnung für Kleinveranstalter legt die GEMA folgende drei Punkte zu Grunde: Raumgröße, Höhe des Eintrittgeldes und GEMA-Pflicht für die gesamte Veranstaltung ab einem GEMA-pflichtigen Musikstück“

– das gilt für alle veranstalter egal welche größe und macht auch irgendwo sinn oder?

„Dem gegenüber werden die Künstler-Tantiemen nach dem so genannten, hochkomplizierten Pro-Verfahren berechnet und der Hauptanteil der GEMA-Einnahmen landen in einem so genannten „großen Topf“ “

– was möchte die petition eigentlich? kleinveranstalter schützen oder sich generell über gema-verfahren beschweren?? wie gesagt es gibt nicht im geringsten eine beitrittspflicht von der autorenseite.

„Auf Grund der so genannten „GEMA-Vermutung“ verpflichtet die GEMA die Veranstalter auch urheberrechtlich ungeschütztes Material zu melden, was mit einem erheblichen Arbeitsaufwand verbunden ist. Wenn ein Konzert nicht gemeldet wird, erhebt die GEMA eine so genannte Recherche-Gebühr von 100 % der festgelegten GEMA-Gebühren ohne vorherige Mahnung und ohne Kenntnis, ob GEMA-pflichtige Werke aufgeführt und ob dieses Konzert überhaupt stattgefunden hat.“

– tja mich würde interessieren wie hoch die gema-gebühren denn wären, wenn zu jedem konzert ein mitarbeiter kommen müsste der nachsieht ob und wieviele gema-gemeldete werke wie lange gespielt werden. Auf der anderen seite: gäbe es keine meldepflicht seitens der veranstalter, würde man als künstler dann jemals einen cent an tantiemen für aufführungsrechte sehen?

und zu guterletzt widerspricht sich die petition in sich:

„Auch viele Künstler sind deshalb in ihrer Existenz bedroht: zu wenig Auftrittsmöglichkeiten und zu geringe Tantiemen.“

– der neue beschluss erhöht ja gerade den tantiemen-anteil für die künstler!

wenn diese petition will, dass die gebührenberechnung für kleinste kleinveranstalter angepasst wird, sollte sie das auch so darstellen und nicht versuchen mit kontextfremden aussagen schlecht informierte künstler auf ihre seite zu bringen.

Dieser vorstoß der gema schützt ja ansich gerade den „kleinen künstler“, der sich nicht wie z.b madonna bei neuen Label/veranstaltungskonzepten wie Live Nation beteiligen kann, welche dann dem aktuellen markt angepasste gagen aufrufen können.
Denn der gema geht es hierbei um eine ALLGEMEINE erhöung der einnahmen FÃœR den künstler bei Live-konzerten. Und da bin ich sicher NICHT dagegen!

Dass der gema-schlüssel gerade in sehr geringen aufführungsgrößen zu ungenau und deswegen unvorteilhaft für kleinveranstalter ist, ist zwar nicht erst seit dem aktuellen gema-beschluss so aber durchaus auch richtig und sollte en-detail mit konstruktiven vorschlägen, vll auch mit hilfe einer petition angepasst werden.

so far my 2 cents zu diesem thema,

du kannst die mail auch gerne an alle anderen weiterleiten, die auch die erste bekommen haben. oder auch nicht wie du magst ;)

Greetz,

Messel

admin am 19.06.2009 um 13:49 Uhr

So, jetzt hab ich mir das in mal in Ruhe durchgelesen. Danke für den ausführlichen Kommentar ihr beiden. Da muss ich mich mal kurz selbst an der eigenen Nase ziehen, denn von diesen Punkten hab ich es nicht betrachtet….

brenna am 19.06.2009 um 20:46 Uhr

aber warum ist denn „geistiges eigentum“ schützenswert?
kann ich so nicht unterschreiben…
vielleicht schreibst du ja mal einen artikel drüber…

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